Gespräch der Geister

In der Nacht streifen die Geister durch die Schluchten der Wirklichkeit auf den Strassen der Finsternis.
Leise wispernd tauschen sie unermüdlich die Geheimnisse des Lebens aus.
„Es ist keine Frage des Seins, denn es ist!
Es ist stets eine Frage des Bewusstseins!“ sagen sie, und wechseln dabei bedeutungsvolle Blicke.
Spüren kannst du nur ihren kalten Atem und ihren unergründlichen Blick.

Marktplatz der Erwartungen

Mit nervösen Blicken auf die Wanduhr,
deren Zeiger sich wie irre im Kreise drehen,
zu schnell für ein Zeitgefühl, was mir gelehrt wurde,
warte ich auf das Urteil, dass über mein Leben gefällt werden soll.
Mit schluchzenden Lippen,
meine Augen verfolgen das Spiel,
dass zu meinen Füßen sich selbst erlebt.
Für das eines anderen, das eigene Leben vergeben.
Eingetauscht, auf dem Marktplatz der Erwartungen.
Projektionen bleiben Blasen die platzen, im lauten Knall
wenn sie an die Grenzen zur Realität geraten.
Eine Idee im Schein, eine Tatsache im Jetzt.
Ein Traum eine Idee, und Erwartungen bleiben immer….

…#4 (Telekommunikation)

Am anderen Ende der Telefonschnur widerspricht,
mit diesem lang gezogenem Atem dein weißes Gesicht.
Mindert der Tag am Abend seine Komplexität,
und Unabhängigkeit genau dort,
wo die Abhängigkeit sich stets hinbewegt.
Lose Worte kann man fangen und rahmen,
und ungehindert hinterfragen.
Was an dem einen Ende bleibt,
ist leblos angestrengt,
nicht das zu sein,
was am anderen Ende vielleicht doch wichtig ist.

…bedenken…

Unbedacht,
ungefragt,
sentimental ausgedacht!
Angezogen, ausgezogen,
nackt! … das überdacht!
Muskelspannungen,
Schmerz-Herz,
das zieht/ klopft
fast bedacht,
über Nacht!
ungewohnt,
trockengelegt,
ein_sam_seit…
gewisser Zeit!

…#3

Es ist das Zerren und Ziehen, als könnte ich nicht atmen,
der Gedanke allein, macht mich verrückt.
Den Tränen zum Trotz, aber der Schmerz in der Brust,
belegt meine Stimme mit einem seltsamen Hall.
Ich könnte ja sprechen,
aber sagen will ich nichts,
und das einzige was fehlt, bist doch du.
Was soll ich tun, dass es so ausweglos,
dass weder das eine noch das andere sich trifft.
Ist es nur die Zeit, die alle Wunden verwächst,
und die mich, die Liebe vergessen lässt.
Also nur sitzen und warten, darauf, dass sie endlich,
sich in Form des Zeigers im Kreise dreht?
Und was wäre wenn, hätten wir….
Das macht es nicht anders, wahrscheinlich nur lebend,
bis irgendwann, der Sommer beginnt.
Auf einmal, ist das alleine, schon längst nicht mehr,
was es am Anfang schien.

im Kleinod der Leere…

Und hier, in der Ödnis der Leere,
drängt sich die Katzen an meinen Füßen vorbei,
mit leisen Pfoten, tritt sie das fest,
was mich wachhält, Nacht für Nacht.
Bleibt kein Tag ohne Zweifel und erst recht ist es das Vermissen, was mich traurig macht,
aber schwärzer kann keine Nacht mehr werden!
Mindestens einmal zwinkern, vielleicht auch ein Lächeln, zum Luftholen bleibt genug Zeit,
7 Tage die Woche, Tag für Tag.
Irgendwo anders ist es immer, in fremden Köpfen zu reisen,
die Gedanken, kilometerweit entfernt von dem Jetzt. Weiterlesen

… #2

Es sind deine Augen,
vielleicht,
oder die Seele, die durch sie schaut,

und sie,
die funkeln,
die geradezu schon fast stechen,
die wie das Misstrauen in meinen Adern das rote Wasser brennen lässt…